Rückblick

Die Ukraine und Georgien

Das Erschrecken über die harte militärische Reaktion Russlands gegen Georgien ist in der EU rasch wieder verflogen. Doch in Osteuropa, den 2004 zur EU hinzugekommenen Staaten, vor allem in Polen und dem Baltikum wird der Krieg des Sommers 2008 als Beweis für eine reale Bedrohung angesehen, die von Russland ausgeht. Ganz besonders die Ukraine ist vom Kaukasus-Konflikt unmittelbar betroffen. Die Frage: „Wie kann verhindert werden, daß die Ukraine das zweite Georgien wird?“ beherrscht die ukrainische Außenpolitik und die Politik der Parteien, die sich schon vorher heillos zerstritten hatten.

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8. November 2013
19:00 Uhr
Universität Heidelberg
Hörsaal des Historischen Seminars Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg

Vor 80 Jahren verübte das kommunistische Regime Stalins im Herzen Europas einen Genozid an Millionen von Ukrainern. Eine von der Landwirtschaft geprägte Nation wurde einer systematisch organisierten Hungersnot ausgeliefert. Die Ukrainer bezeichnen diese Tragödie als Holodomor.

Anlässlich des 80. Gedenktages dieser Tragödie in der europäischen Geschichte ist es uns ein Anliegen, ein breites öffentliches Publikum über dieses Jahrhundertverbrechen in der Ukraine 1932-1933 zu informieren, dass lange ein Tabuthema war.

Gastreferent: Prof. Dr. Gerhard Simon, Historiker und Politologe, Universität Köln.

Referenten und Organisatoren
Nataliya Samotos-Beirle, Prof. Dr. Gerhard Simon, Prof Dr. Tanja Penter, Dr. Lüdemann, Maria Melnik
Vortrag: Prof. Dr. Gerhard Simon
Vortrag: Dr. Ernst Lüdemann
Botschafter der Ukraine Pawlo Klimkin, Marco Neubauer, Maria Melnik

 

Mit Teilexponaten aus der Ausstellung Holodomor –  "Der unbekannte Völkermord an den Ukrainern"

Holodomor Ausstellung

Ausstellung zum Download (PDF, 27 Seiten, 5 MB)


Auszüge: Stille Vernichtung, DIE ZEIT – Online Dezember 2008 Wolfgang Zank (Archiv)
…Der letzte Samstag im November ist in der Ukraine ein Gedenktag, der an dieses Jahrhundertverbrechen des »Holodomor« erinnert.

»…Am 22. April 1933 trifft der deutsche Diplomat Andor Hencke in Kiew ein, um die Leitung des dortigen Konsulats zu übernehmen. Er hat sich auch nicht annähernd vorgestellt, was ihn erwartet: »apathische, ausgezehrte, elende Menschen. Viele von ihnen lagen vor Schwäche auf der Straße, und nicht wenige beendeten dort ihr Leben. « .…

Neueren Forschungen zufolge verhungerten 1932/33 bis zu sieben Millionen Menschen …


Auszug aus einer Depesche des italienischen Konsuls in Moskau, Sergio Gradenigo, nach Rom. 31. Mai 1933
»… die Hungersnot ist von der Regierung in Moskau geplant worden und wird mittels Forderungen umgesetzt.«

Weltweit zählt der «Holodomor « zu den größten Menschheitsverbrechen.
Am 23. Oktober 2008 erkannte das Europäische Parlament in einer Resolution den «Holodomor» als Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.

 

 

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