Waisenhaus/Internatsschule ‚Petro Pantsch‘ (2003-2005)

Das Waisenhaus mit Internatsschule liegt etwa 20 km von der Stadt Chmel’nyc’kyj entfernt. Es ist auf einem Gelände untergebracht, das vor dem 1. Weltkrieg ein Gutshof war.
Die Gebäude – in erster Linie sind es Wirtschaftsgebäude aus der damaligen Zeit – sind zum Teil schon über 100 Jahre alt und befinden sich in einem miserablen baulichen Zustand. Mit 220 Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren ist dieses Internat zur Zeit hoffnungslos überbelegt. Es sind nicht allein nur Waisenkinder, die hier untergebracht sind, sondern auch Kinder aus Familien, die aus wirtschaflicher Not ihre Kinder nicht mehr versorgen können. Aber auch Kinder aus zerrütteten familiären Verhältnissen sind hier untergebracht.
Das Internat kann mit den Zuwendungen von staatlicher Seite allein nicht existieren. Es ist auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.
Mit den nächsten Bildern möchten wir Ihnen einen Eindruck aus dem Waisenhaus vermitteln.
Gemeinschaftshaus aus dem Jahr 1907 Der Direktor der Schule hat pro Kind einen Euro für vier Mahlzeiten am Tag zur Verfügung. Für Kleidung und Renovierungen, Schulmaterialien etc. sind keine zusätzlichen Mittel vorhanden. Daher haben wir uns entschlossen hier aktiv Hilfe zu leisten und diesen Menschen zur Seite zu stehen. Ganz oben auf unserer Prioritätenliste stand die Anschaffung einer neuen großen Waschmaschine… Dies haben wir in der Zwischenzeit mit Spenden bei verschiedenen Veranstaltungen realisieren können.
Ebenfalls ganz oben auf unserer Prioritätenliste war die Instandsetzung und Erneuerung der defekten Wasserzuleitungen und als vordringlichste Arbeit: Die Bohrung eines neuen Brunnens. Hier hat sich dankenswerter Weise der Verein ‚Hilfe zur Selbsthilfe e.V.‘, Walldorf finanziell mitbeteiligt. Die Kinder selbst und das Lehrpersonal haben mit eigenen Händen die notwendigen Erdarbeiten übernommen.

Dank der Initiative eines unserer Mitglieder hat uns Daimler Chrysler, Werk Mannheim-Waldhof, 12 ausgediente Computer zur Verfügung gestellt.Damit eröffnen sich den Kindern Chancen und Perspektiven für eine besser Zukunft.

Durch die Initiative der Lehrerin Frau Lüll an der Waldschule in Walldorf sammelten Kinder Schulranzen und Schulmaterial für die Kinder in der Ukraine. Dies war der erste Kontakt. Nachdem an der Waldschule neue Werkräume eingerichtet wurden, bot uns die Stadt Walldorf durch Vermittlung des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe e.V. die komplette Einrichtung der Werkräume (Werkbänke, Werkzeug etc.) für unsere ukrainische Internatsschule an.
Anfang November 2004 konnten wir den Transport mit der kompletten Einrichtung auf den Weg in die Ukraine bringen.

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