Rehabilitationszentrum NAZARET (2006-2009)

Nazaret NAZARET ist der Name eines Projektes, das den Aubau eines Rehabilitationszentrums für drogen- und alkoholabhängige Männer und Frauen zum Ziel hat. Der griechisch-katholische Geistliche, Pater Ihor, ist die Seele des Projekts. Mit nahezu nicht vorhanden Mitteln wurde er von der ukrainischen Caritas mit der Aufgabe betraut, das Zentrum Wirklichkeit werden zu lassen. Dazu wurde ihm vom ukrainischen Staat eine extrem sanierungsbedürftige Bauruine in Drohobyč im Rayon L’viv, überlassen. Daneben engagiert sich Pater Ihor für Sozialwaisen – Kinder, die von ihren Eltern nicht betreut oder versorgt werden (können).
Derzeit lebt und arbeitet dort eine kleine Gruppe von Kranken, die selbst einen aktiven Beitrag zum Aufbau leisten. Die Menschen werden vor Ort physisch und geistlich betreut und erfahren so Gemeinschaft und Hilfe die Ihnen aus der Isolation hilft. Seit 2006 waren unsere Vorsitzenden Dr. Ernst Lüdemann und Maria Melnik sowie die Mitglieder Josef Müller und Andreas Kaprocki mehrere Male an Ort und Stelle und überzeugten sich vom Fortgang der Arbeiten und dem wirksamen Einsatz unserer Finanzhilfe.

Bauorden in Drohobycz Dabei halfen zwei Partnerorganisationen: Der Internationale Bauorden (Ludwigshafen) und der Walldorfer Verein „Hilfe zur Selbsthilfe“.Freiwillige des Bauordens führten im Sommer 2007 und 2008 je ein Baulager in Nazaret durch. 2007 wurde außerdem gleichzeitig ein Erholungsheim für unbeaufsichtigte Kinder (Sozialwaisen) im Karpathendorf Dovhe Hirs’ke ausgebaut, es waren also parallel zwei Bautrupps im Einsatz . Dabei half der Vorsitzende der DUG als Übersetzer, Laienarbeiter und Koordinator zwischen Nazaret/Drohobycz und Dovhe. Mit finanzieller Unterstützung der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und der DUG konnte 2007 das Heizungs-System modernisiert werden, und im Herbst 2008 begann – ebenfalls mit Spenden beider Organisationen, der Aufbau einer kleinen Produktionsstätte von Baumaterialien in Nazaret selbst für den eigenen Bedarf zur Erhaltung der Gebäude, für eine sinnvolle Arbeitstherapie und womöglich wirtschaftliche Nutzung (Verkauf). Es wurden bereits hunderte Bausteine hergestellt. Im Sommer 2009 ist wieder ein Baulager geplant. Der Vorsitzende der DUG wird wie 2007 mitwirken.