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30.11.2006:

Link zum Majdan in Kyjiv

Sicht auf den Platz der Unabhängigkeit in Kyjiv (Kiew), Ukraine. Bereitgestellt durch Google Maps...


17.12.2006:

Internationaler Bauorden

Die vom flämischen Ordensmann Werenfried van Straaten gegründete Organisation hilft sozial Benachteiligten und finanziell Schwachen in Europa und außerhalb. Dabei steht neben finanziellen Hilfen die aktive Arbeit von freiwilligen Helfern im Vordergrund. Der Bauorden wird auch unser neues Projekt in Drohobyč гтеукіехенутю...


04.03.2009:

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Der Brodina-Verlag

Biographie: Dr. Anna-Halja Horbatsch

Frau Dr. Horbatsch, 27.03.2003, Mannheim Anna-Halja Horbatsch wurde als Tochter von Nikolaj und Marija Lucjak in dem Dorf Brodina in derer Bukowina am 2. März 1924 geboren. Ihre Mutter war „zu einem Viertel Deutsche“, ihr Vater Ukrainer. Aufgewachsen ist sie in den südbukowinischen Karpaten, in Czernowitz besuchte sie das Gymnasium. Zu Hause wurde ukrainisch und rumänisch in der Schule gesprochen. Anna-Halja war sechzehn Jahre alt als Ende 1940 die Rote Armee einrückte und die deutschstämmige Familie „heim ins Reich“ umgesiedelt wurde.
Das Abitur bestand sie 1943 in Paderborn. Sie begann ein Studium, zunächst der Medizin. Nach dem Krieg wechselte sie und studierte in Göttingen Slawische und Romanische Philologie sowie Osteuropäische Geschichte. 1947 lernte sie Olexa Horbatsch kennen und 1948 heirateten sie. 1950 promovierte sie in München mit der Arbeit „Epische Stilmittel der Kosaken-Dumen“. 1956 zog das Ehepaar nach Marburg und 1959 wurde er als Ordinarius für Slawische Sprachwissenschaft nach Frankfurt am Main berufen Der Ehe entstammen drei Kinder: der Sohn lebt und arbeit in Toronto als Professor für theoretische Physik, die beiden Töchter sind für die Literatur und im Verlagswesen tätig. 1977 bezog die Familie in Beerfurth (Odenwald) ein eigenes Haus und dort lebt und arbeitet Anna-Halja Horbatsch heute noch.Frau Dr. Horbatsch, 27.03.2003, Mannheim Als ihr Mann am 23. Mai 1997 ihr Mann nach langer schwerer Krankheit verstarb übernahm sie neben ihrer Übersetzungstätigkeit die Betreuung des großen und bedeutenden wissenschaftlichen Nachlasses von Olexa Horbatsch, dem Abschluss seiner letzten Arbeiten, der richtigen Unterbringung seiner begonnenen, unvollendeten Studien, der riesigen Bibliothek, dort, wo sie Nutzen bringen kann, in Lemberg und in Deutschland bei dem neu gestifteten Lehrstuhl für Ukrainistik in Greifswald; immer als Geschenk. Diese mühevolle Arbeit ging in der Stille vor sich| "dienen, nicht verdienen" ist das Motto.

Ihre Lebensleistung aber liegt in der Vermittlung der ukrainischen Literatur in Deutschland. Weil sich deutsche Verlage auf ukrainische Literatur nicht einlassen wollten, gründete die damals bereits 70zigjährige 1995 einen eigenen Verlag und benannte ihn nach Ihrem Geburtsort Brodina-Verlag, eine stille Hommage an ihre Heimat.

Frau Dr. Horbatsch und Jurij Andruchovyč, Darmstadt Die Liste der Publikationen ist lang umfasst beinahe alle Namen der ukrainischen Literatur des 19. und besonders des 20. Jahrhunderts. Keine andere slawische Literatur verdankt in Westeuropa nur einer einzigen Person so viel wie die ukrainische Anna-Halja Horbatsch. Dadurch kann sich das deutsche gebildete Publikum über diese im Westen unbekannte Literatur und ihr Volk hervorragend informieren: Über die Wege zur Anerkennung zwischen den russischen und polnischen Literaturen vor 1900; über die Blüte nach 1900; über die erneute Unterdrückung nach 1930 und vor allem wieder nach 1945; über die unbeugsamen Bekenntnisse zum eigenen Volk und zur eigenen Kultur in den letzten Jahrzehnten des Sowjetregimes. Auch das Thema Tschernobyl hat sie aufgenommen.

Vor allem aber auch die Schicksale der Dissidenten und ihrer Frauen; über die ukrainische Lagerliteratur, die hier ganz im Schatten der russischen blieb. Der bekannte Schriftsteller Lew Kopelew, der sich wie Anna Halja Horbatsch für systemkritische Autoren einsetzte, sagte über sie: „sie sei die Stimme der zum Schweigen Verurteilten“.

Bundespräsident Horst Köhler sagte anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Anna-Halja Horbatsch am 6. Oktober 2006 in Berlin: „Wir verdanken Ihnen, dass Sie mit Ihrer Übersetzung der Bürgerrechtsliteratur der Ukraine eine deutsche Stimme verleihen haben.

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Brodina-Verlag: Ukrainische Literatur in deutscher Sprache

Brodina Logo Verlage sind heute vorwiegend kommerzielle Unternehmen und mit Unbekanntem lässt sich nun mal kein Geld verdienen. Für Literaturen, wie die ukrainische gibt es keine Nischen, also auch keine Chancen mehr, "entdeckt" zu werden. Jeder Literaturkenner weiß jedoch, dass "unbekannt" keineswegs gleichzusetzen ist mit "uninteressant"!

Nach den Achtungserfolgen ihrer in deutschen Verlagen erschienen Übersetzungen ukrainischer Prosa und wegen des wachsenden Interesses des deutschen Publikums an der Ukraine, fasste Dr. Anna-Halja Horbatsch, die unermüdliche "Vermittlerin im deutsch-ukrainischen Dialog" (Mannheimer Morgen), einen Beschluss:

... Als Slawistin mit langjähriger Übersetzungserfahrung literarischer und wissenschaftlicher Texte, habe ich einen eigenen kleinen Verlag gegründet, der sich ausschließlich der ukrainischen Literatur in deutschen Übersetzungen sowie Beiträgen zur ukrainischen Kulturgeschichte widmen sollte. So enstand der Brodina-Verlag, dem ich den Namen meines Geburtsortes in den süd-bukowinischen Karpaten gegeben habe.

Im Brodina Verlag sind bislang 15 Ausgaben erschienen, einige davon sind bereits vergriffen. Keine slawische Literatur verdankt einer einzigen Person so viel, wie die ukrainische Literatur Anna-Halja Horbatsch verdankt. (Prof. Dr. Hans Rothe, Universität Bonn). Auf der folgenden Seite finden Sie das aktuelle Programm des Verlages.

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